
In puncto Zuverlässigkeit, Stabilität und Performance ist eine kabelbasierte Netzwerkverbindung gegenüber drahtlosen Verbindungen zu bevorzugen. LAN-Kabel bieten eine von äußeren Einflüssen ungestörte Übertragung mit hohen Bandbreiten und verursachen weniger elektromagnetische Strahlung. Deshalb solltest du, wo immer möglich, die Netzwerkverkabelung der WLAN-Verbindung vorziehen. Für eine strukturierte Verkabelung in deinem Haus oder in der Wohnung müssen geeignete Netzwerkkabel vorhanden oder verlegt sein und Netzwerkdosen angeschlossen werden. Was du wissen musst, um eine Netzwerkdose selbst anzuschließen, erfährst du im Folgenden.
Bevor du die Netzwerkdose anschließt
Bevor du dich an die Arbeit machst und die Netzwerkdose anschließt, solltest du zunächst prüfen, welche Voraussetzungen vorliegen. Heute ist es üblich, so genannte CAT7-Kabel zu verlegen und diese beispielsweise mit CAT6-Netzwerkdosen zu verbinden. Ebenfalls zu klären ist, ob die Netzwerkdosen in Unterputz- oder Aufputzmontage an die Kabel angeschlossen werden. Sollen Unterputz-Netzwerkdosen montiert werden, achte darauf, dass möglichst tiefe Schalterdosen vorhanden sind, da die Verkabelung und die Dosen viel Platz in Anspruch nehmen. Für das eigentliche Anschließen der Netzwerkdose benötigst du noch etwas Werkzeug. In der Regel sind ein Schraubenzieher, ein Werkzeug zum Entfernen der Ummantelung und Isolierung des Netzwerkkabels, ein LSA-Auflegewerkzeug und eventuell ein LAN-Kabeltester ausreichend.
Die richtige Kabelbelegung einhalten
Um die Netzwerkdose anzuschließen, müssen acht einzelne Adern des Netzwerkkabels mit den richtigen Kontakten in der Dose verbunden werden. Die Kabel besitzen vier abgeschirmte Adernpaare in definierten Farben. Die Adern sind der Farbe entsprechend mit den Kontakten der Dose zu verbinden. Es gibt hierfür zwei unterschiedliche Normen: TIA568A und TIA568B. An welches Anschlussschema du dich hältst, ist prinzipiell egal. Wichtig ist allerdings, dass die komplette Verkabelung gleich durchgeführt wird. Zu empfehlen ist die Verkabelung nach TIA568B, da diese Norm häufiger verwendet wird. Ist bereits eine Verkabelung inklusive Dosen vorhanden und du möchtest eine zusätzliche Dose installieren, prüfe zunächst, ob der Anschluss der vorhandenen Dosen nach TIA568A oder TIA568B vorgenommen wurde.
Die einzelnen Arbeitsschritte beim Anschließen der Netzwerkdose
Im ersten Arbeitsschritt entfernst du bei der geöffneten Dose den hinteren Deckel und die Zugentlastungsschraube. Anschließend bereitest du das LAN-Kabel vor, indem du das LAN-Kabel passend kürzt und den Mantel auf den circa letzten drei bis vier Zentimetern entfernst. Die Abschirmung unter dem entfernten Mantel stülpst du nach hinten. Befestige nun das Kabel in der Schelle der Zugentlastung und achte darauf, dass die zurück gestülpte Abschirmung Kontakt mit der Zugentlastung hat und das Kabel sicher fixiert ist. Die freigelegten Adernpaare presst du mit dem LSA-Auflegewerkzeug in die nach der jeweiligen Norm richtigen Klemmen. Abschließend wird der hintere Deckel der Netzwerkdose wieder festgeschraubt und die Dose in der Schalterdose oder bei einer Aufputzmontage an der Dosenhalterung an der Wand befestigt.