Wie befestige ich meine Außenlampen?

Auf Beleuchtung im Dunkeln möchte niemand verzichten.

Auch im eigenen Heim nicht, denn wer hat schon Lust im Herbst und Winter den Zugangsweg zum Haus entlang zu stolpern oder sich an den Treppenstufen die Zehen anzustoßen? Und auch auf der Terrasse ist Licht schon etwas Feines. Nicht nur in lauen Sommernächten, sondern auch, wenn im Winter irgendwie die Katze hereingerufen werden muss - oder rauchende Hausbewohner nicht völlig im Dunkeln draußen stehen möchten. Nur stellt sich schnell die Frage nach der Befestigung. 

Neben der Haustür ist das noch recht einfach, auf der Terrasse können sich schon Probleme ergeben. Und nicht zuletzt befinden sich in den wenigsten Gärten praktische Säulen, an denen eine Hängelampe befestigt werden kann. Dieser Artikel schaut sich das mal an und prüft, welche Möglichkeiten es so gibt - sogar ohne Bohrlöcher.

Wo sollten Außenlampen vorhanden sein? 

Dort, wo sie gebraucht werden. Das ist die einfachste Antwort und die, die auf jeden Fall zutrifft. In einigen Bereichen des Grundstücks sind Außenlampen nicht nur sinnvoll, sondern wirklich notwendig. Anderenfalls passiert das, was eingangs schon beschrieben wurde: Der Weg zur Haustür wird zu einer Stolperpartie. 
Die Art der Lampe hängt ebenso wie die Notwendigkeit vom jeweiligen Grundstück und dem Ort des Beleuchtungswunsches ab. Wichtig ist nur daran zu denken, an den Stellen für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen, von denen sonst eine erhöhte Unfallgefahr ausgeht. 

Wie können diese befestigt werden? 

Im Grunde genommen lassen sich Außenlampen ebenso befestigen, wie gewöhnliche Innenleuchten. Auch für Außenbereiche gibt es Klemmlösungen oder aber Leuchten, die gebohrt werden müssen. Einfach so gegeneinander austauschbar sind die Beleuchtungen dennoch nicht. Im Außenbereich dürfen ausschließlich Lampen verwendet werden, die dafür ausgelegt sind. Die Kabel müssen wassergeschützt oder isoliert verbaut sein und in der Fassung darf sich das Wasser nicht sammeln - ansonsten war es das mit dem Licht.

Wer die Außentauglichkeit sicherstellt, hat diverse Möglichkeiten: 

  • Wandbohrung - ob an der Hauswand, der Garagenseite oder an der Gartenhütte - ist eine Wand vorhanden, kann die Lampe an ihr befestigt werden. Bei Gartenhütten ist das Prozedere noch besonders einfach, denn hier muss nur das Holz durchbohrt werden. Bei der Fassade vom Haus oder der Garage muss auf entsprechende Dübel und Schrauben geachtet werden, da die Dämmung mitberechnet werden muss. In Dämmplatten aus Styropor oder gepresster Glaswolle hält ein gewöhnlicher Dübel sonst nicht. 

Es gilt also

Eingangsbereich - egal, ob sich vor der Haustür ein Treppenvorsprung befindet, der Eingangsbereich mit einem Dach versehen ist oder nicht: Hier muss eine Lampe hin. Sie hilft nicht nur dabei, im Dunkeln das Schlüsselloch zu finden, sondern unterstützt auch Essenslieferanten dabei, das Essen zum gewünschten Ort zu bringen. Denn sehen die Boten weder die Hausnummer noch die Klingel, kann es gut geschehen, dass die Pizza wieder zurückgeht. Vordächer mit Beleuchtung sind heute ebenfalls keine Seltenheit mehr. 

Garage - auch vor der Garage kann sich eine Leuchte auszeichnen. Auch hier geht es, bei alten Garagenschlössern, darum, das Schlüsselloch zu finden. Die Leuchte lässt sich am besten so aufhängen, dass sie auch den Weg in Richtung Haus mit Licht beglückt. Da diese Beleuchtung nicht dauerhaft benötigt wird, lässt sie sich wunderbar mit Bewegungsmeldern versehen.  

Außentreppen - sämtliche Außentreppen müssen in der Dunkelheit beleuchtet sein. Das gilt insbesondere für Treppen, die in den Keller führen. Hier eignen sich aber auch einfache Außenlampen, die schlichtweg am Haus befestigt werden.

Terrasse / Sitzbereich - in diesem Bereich kommt es nicht allein auf den Nutzen, sondern auch auf die Wirkung an. Terrassenlampen fördern das Wohlfühlklima des Außenbereiches und sollten sich optisch einfügen. 

Garten - bei größeren Gärten oder in Lagen, in denen Solarbeleuchtung aufgrund des dichten Baumbestands kaum etwas bringt, lohnt sich auch die eine oder andere Gartenleuchte. Mit Geschick lassen sie sich aufhängen, wer hierzu keine Möglichkeit hat, kann immer auf Laternen zurückgreifen.  

  • Hängend - auch das lässt sich sicherstellen. Hier können die hölzernen Latten des Dachüberstands genutzt werden. Handelt es sich nur um Holz, reichen einfache Holzdübel aus. 
  • Terrassendach - je nachdem, wie die Terrasse überdacht ist, kann die Lampe an den seitlichen Trägern oder auch unter dem Dach befestigt werden. Wer schönes und sanftes Licht wünscht, kann anstelle einzelner Lampen auch mit LED-Streifen oder LED-Leisten arbeiten. Sie können von unten an die Konstruktion geklebt oder getackert werden. 
  • Klebelösungen - wer nur ungern im Außenbereich bohren möchte, der kann auf verschiedene Klebelösungen zurückgreifen. Längst gibt es doppelseitige Klebestreifen mit einer enorm hohen Traglast, die auch für feuchte und nasse Zonen geeignet sind. Hier gilt nur: Die Oberfläche muss eben sein und vorab von Fett und Schmutz gereinigt sein. Zudem benötigt der Kleber ungefähr 24 Stunden, um seine Tragkraft zu entfalten. 

Was sollte sonst noch beachtet werden? 

Das größte Problem für Außenbereiche ist nicht die Befestigung einer Lampe. Das Prinzip ist selbst für Ungeübte mit einer Bohrmaschine simpel. Das trifft aber nicht auf die Verlegung des Stromanschlusses zu. Wer nicht mit Solar- oder Batterielösungen arbeiten möchte, der benötigt einen Stromanschluss im Außenbereich. Dieser muss natürlich isoliert und so gestaltet sein, dass das Regenwasser nicht hinter der Lampe hinein zu den Strom führenden Kabeln gelangen kann. Soll die Gartenhütte beleuchtet werden, muss der Stromanschluss ebenfalls sicher in den Gartenbereich gezogen werden. 
Hausbesitzer und Gärtner ohne Vorerfahrung sollten sich an dieser Stelle lieber Hilfe mit in den Garten holen und einen Elektriker mit der Stromverlegung beauftragen. Das kostet zwar mehr, schließt aber Kurzschlüsse aus. Es möchte doch niemand nach einem Knall im Dunkeln sitzen, weil die Außenlampe Feuchtigkeit gezogen hat? 

Fazit - die Stromkabel sind wichtig

Außenleuchten gibt es viele. Die ganz einfachen taugen teils nur für die Außenkellertreppe, wunderschöne Modelle rufen beinahe danach, den Eingangsbereich oder die Terrasse zu erhellen. Stehlampen warten darauf, den Garten zu beleuchten und verschiedene Hängelampen können das Grundstück in einen lichtgewordenen Traum verwandeln. Doch für alle Beleuchtungsarten, unabhängig ihrer Befestigungsvariante, gilt, dass der Stromanschluss korrekt und für den Außenbereich geeignet verlegt sein muss. 

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