Was beinhaltet eine Smart-Home-Grundausstattung - was benötige ich?

Was braucht es, um mit Smart-Home einzusteigen?

Smart-Home-Technik bedeutet Modularität und Einzelkomponenten. Doch was braucht es, um damit einzusteigen? 

Smart Home. Hinter diesen beiden Begriffen verbirgt sich eine der zukunftsträchtigsten Technologien des Wohnens, die vermutlich bald auf dem gleichen Grundausstattungs-Level liegen wird, wie heute Elektrizität, Wasser und vielleicht Gas. Doch wie kann man ein bestehendes Haus oder eine Wohnung smart machen und was lässt sich dann damit steuern? Die Antwort auf beide Fragen geben wir umfassend in diesem Ratgeber.

1. Die grundlegende Ausstattung

Ein Smart Home erlaubt unglaublich breitgesteckte Möglichkeiten von der kleinsten ferngesteuerten Glühlampe bis hin zum vollkommen vernetzten Haus. Doch alles baut auf einigen Grundlagen auf, die zwingend vorhanden sein müssen. 


Schnelles Internet

Nicht wenige Smart-Home-Komponenten, wenngleich nicht alle, müssen aus diversen Gründen mit dem Internet kommunizieren. Etwa, um sich per App vom Handy aus steuern zu lassen. Grundlage ist also, dass man überhaupt einen Internetanschluss besitzt. Das klassische DSL, das über kupferbasierte Telefonleitungen funktioniert, ist dabei die Mindestanforderung. 

Besser, weil in Sachen Datenvolumen und Übertragungsgeschwindigkeit zukunftsträchtiger, ist es, sich einen Glasfaseranschluss installieren zu lassen. 

Doch Vorsicht, auch bei dieser Technik gibt es große Unterschiede, je nachdem, bis wohin die Glasfaserleitung gezogen wurde – beim sogenannten VDSL beispielsweise endet sie schon in den grauen Kästen am Straßenrand und wird von dort via Kabel weitergeführt. Das reicht schon für viele Anwendungen aus, hat aber abermals mit den Beschränkungen der Kupferkabel zu kämpfen.

Wer jedoch vor allem auf die Multimedia-Komponente von Smart Home setzen will, sollte eher auf eine Komplettlösung wie FttH setzen, bei der die Glasfaserleitungen bis in die Wohnung gezogen werden und frei von Kupferkabeln erst am Router enden.

WLAN

Weder Handy noch Tablet verfügen heutzutage über Anschlussdosen für Netzwerkkabel – das gilt auch für einen Großteil der Smart-Home-Anwendungen. Der Internetanschluss sollte dementsprechend um eine zentrale WLAN-Versorgung ergänzt werden. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Aufstellungsort des WLAN-Routers so gewählt wird, dass es keine „weißen Flecken“ im Haus gibt, die unterversorgt werden. Das kann insofern problematisch sein, als dass WLAN durch Wände oder Decken in seiner Reichweite stark eingeschränkt werden kann. 

Etwaige Repeater

Für viele Wohnungen und Einfamilienhäuser reicht ein gut positionierter WLAN-Router aus. Allerdings gibt es architektonische Problemstellungen, die selbst bei sorgsamer Planung Versorgungslücken offenlassen. Diesen kann man in dem Fall durch Repeater begegnen. 
Das sind Signalverstärker, die wie ein Nachtlicht mit der Steckdose verbunden werden, von dort das WLAN-Signal aufnehmen, es verstärken und wieder aussenden. Allerdings ist das keine rundum-sorglos-Lösung, denn technisch bedingt halbiert der Repeater die Datenübertragungsrate, weil er sowohl mit den Endgeräten wie dem Router kommunizieren muss. 

2. Funk oder Kabel?

Auch ein Smart Home basiert darauf, dass Daten gesendet und empfangen werden. Daher bieten sich natürlich auch hier zwei Lösungen an, um diese Daten zu übertragen, Funk und Kabel. 

Warum Funk die bessere Nachrüstlösung ist:  In der Realität eines bestehenden Gebäudes verschwinden diese Optionen jedoch oft. Denn: Auch wenn kabelbasierte Übertragung enorme Vorteile bietet, etwa die Störsicherheit und eine wesentlich größere Reichweite, so müssen Kabel und Leitungen doch unter Putz installiert werden. In einem Haus, das schon bewohnt wird, ist das oft mit großen Nachteilen verbunden, weil dabei beispielsweise die Wände aufgestemmt werden müssen, was wiederum neues Verputzen und Anstreichen oder Tapezieren erfordert.
Es ist daher empfehlenswert, falls man nicht sowieso erst baut oder eine großmaßstäbliche Sanierung plant, nachträglich auf funkbasierte Lösungen zu setzen. Diese benötigen oft als einzigen Anschluss eine freie Steckdose und funktionieren darüber hinaus ohne weitere Anschlussleitungen. 

Problem Funkstandard? Eine Übersicht: Hinter dem Begriff Smart Home steckt eine vergleichsweise junge Technik, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist. Das führte allerdings dazu, dass derzeit mehrere Funkstandards parallel zueinander existieren. Alle mit Vor- und Nachteilen verbunden. WLAN ist dabei nur eine Möglichkeit, deren Vorteil jedoch nur die große Verbreitung ist. Tatsächlich ist es am WLAN schon ein Nachteil, dass hierbei auch der Empfänger einen Stromanschluss benötigt – bei anderen Funkstandards ist das nicht der Fall. 
Allerdings kommt es eben auch darauf an, was man genau möchte. Manche Funkstandards können nur in eine Richtung arbeiten, also beispielsweise nur Befehle ausführen. Dafür aber kommen sie ohne zusätzlichen Anschluss aus. 

3. Einfache WLAN-Anwendungen

Das Gute am Smart Home ist, dass niemand gezwungen wird, sich auf Pakete und Übertragungsstandards festzulegen. Im Gegenteil, wer bereits WLAN besitzt, kann in dieses System schon erste komfortable Anwendungen ohne großen Aufwand integrieren.

Automatisierte Beleuchtungsregelung: Die vielleicht einfachste Anwendung ist die sogenannte WLAN-Glühlampe. Dabei handelt es sich um Leuchtmittel, meist mit E14- oder E27-Fassung, die auf dimmbaren LEDs basieren und ganz einfach gegen ein bestehendes Leuchtmittel ausgetauscht werden. Vier der derzeit am weitesten verbreiteten Systeme sind: 
Osram Lightify
Philips Hue
Ikea Tradfri
LifX

Solche Glühlampen können je nach Anbieter direkt im WLAN angemeldet werden oder benötigen dazu eine gesonderte Steuereinheit, die sogenannte Bridge. Ebenfalls je nach Anbieter können sie dann per App oder auch über persönliche Assistenten wie Amazon Echo gedimmt, farbverändert oder programmiert werden, etwa um Sonnenauf- oder -untergänge zu simulieren.

Rollladensteuerung

Wer bereits einen elektrischen Rollladenmotor besitzt, der einfach über einen Schalter neben dem Fenster gesteuert wird, kann ebenfalls ohne großen Aufwand eine smarte Lösung integrieren. Hierbei werden einfach die manuellen Schalter gegen solche ausgetauscht, die per Funk zu steuern sind. Je nach Hersteller und System benötigen diese dann ebenfalls eine Bridge oder können direkt über eine herstellerinterne App vom Smartphone aus angesteuert und ebenfalls programmiert werden. 

Schlaue Steckdosen

Der Dritte im Bunde der Einsteiger-Anwendungen sind WLAN-Steckdosen. Diese gibt es entweder als abgeschlossenes System in Form einer dedizierten Auf- bzw. Unterputzdose. Ebenso existieren jedoch auch vielfältige Lösungen in Form von Zwischensteckdosen, die einfach zwischen Dose und Abnehmer eingesteckt werden. Das ermöglicht es prinzipiell, alles, was an dieser 230V-Dose hängt, über eine App oder persönliche Assistenten ein- und auszuschalten – durch die Internet-Anbindung theoretisch sogar von der anderen Seite des Globus. 


4. Herstellerabhängige Einzelpakete

Die Konkurrenz ist groß auf dem Smart-Home-Markt. Und nach wie vor herrscht ein gewisser Kampf darum, welche Funkstandards sich durchsetzen werden. Nicht zuletzt deshalb bieten viele Hersteller Komplettsysteme an, die sich einem etwas größeren, aber thematisch zentrierten Aufgabenfeld widmen. 

Energetische Regelung des Hauses: Eine der wichtigsten Smart-Home-Errungenschaften ist es, ein Haus energieeffizienter zu machen. Dies gelingt über eine sensor- oder appgesteuerte Regelung der Heizung. Solche Systeme können beispielsweise per Knopfdruck sämtliche Heizkörper auf eine bestimmte Temperatur einstellen oder diese auch automatisiert während bestimmter Tageszeiten herunterregeln.

Innogy SmartHome Paket Heizung
Loxone Klima- und Heizungssteuerung
Honeywell Evohome
Controme Smart-Heat

sind einige davon. Dabei ist zu beachten, dass manche Pakete sich nur auf klassische Heizkörperthermostate beschränken, andere hingegen auch in Klima- und Lüftungsanlagen, ferner Fußbodenheizungen Zugriff haben können. 

Komfortable Beleuchtungssteuerung

Für viele Menschen bedeutet Smart Home vor allem Komfort. Hier greifen Beleuchtungssteuerungen ein. In der einfachsten Variante handelt es sich dabei einfach um mehrere WLAN-Leuchtelemente zusammen mit einer Bridge und einer App. Aufwendigere Systeme liefern zusätzlich jedoch auch Bewegungsmelder, teilweise auch Rollladensteuerungen. Hier zeigt sich bereits, dass viele Pakete auch Anwendungs-übergreifend funktionieren:
Philips Hue and Color Ambiance Starter Set
Bosch Smart Home Lichtsteuerung
Osram Lightify Paket

Dabei bieten solche Beleuchtungssteuerungen auch einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt. Sie sind der technisch raffiniertere Nachfolger der Zeitschaltuhr und können so auch als Anwesenheitssimulator genutzt werden, um aktiv Einbruchsschutz zu betreiben. 

Überwachung

Kamerabilder, die man sich von überall her auf sein Handy streamen kann – in Echtzeit. Das ist die wichtigste Überwachungsoption im Smart Home. Neben solchen reinen Kamerasystemen existieren auch solche, die als Türspion-Ersatz fungieren: 
Magenta SmartHome Innenkamera
Bosch Smart Home Starter Set Sicherheit bzw. Smart Home Eyes
E.ON Indoor Cam
Tink Netatmo bzw. Canary Kamera

Dabei teilen sich die Systeme in reine Indoor-Anwendungen, teilweise mit 360-Grad-Funktion und solche Geräte, die auch im Freien genutzt werden können. Dazu allerdings ein Hinweis: Das deutsche Datenschutzrecht setzt Kameras im Außenbereich sehr enge Grenzen. Grundsätzlich darf dabei nur das eigene Grundstück im Fokus sein. Und ist zu erwarten, dass Fremde das Grundstück betreten – dazu zählt auch der Briefträger -  müssen gut sichtbar Warnschilder angebracht werden, die über die Überwachung aufklären. 

Einbruchschutz / Sicherheit

Die Einbruchszahlen steigen seit Jahren ebenso unaufhörlich wie der Wunsch vieler Menschen nach zusätzlicher Sicherheit vor anderen Gefahren, etwa Feuer. Kein Wunder also, dass auch das Smart Home hier ansetzt. Allerdings sei erwähnt, dass viele Systeme hier aus einzelnen Geräten bestehen, die in ein Grundsystem des gleichen Herstellers integriert werden können: 
Gigaset Elements (verschiedene Größen)
Olympia Protect
Egardia SmartHome Alarmanlage


Solche Installationen bestehen in der Regel aus einem Grundpaket mit diversen Tür- und Fenstersensoren, oft einer Indoor-Kamera und teilweise Alarmsirenen, die nach Wunsch auch nur stumm auslösen. Zusätzlich gibt es die Option, Haustürschlösser durch App-gesteuerte Systeme zu ersetzen und so auch eine zusätzliche Komfort-Komponente zu integrieren. Abgerundet werden solche Helfer durch Rauchmelder, die oft miteinander vernetzt sind und so nicht nur vor Ort alarmieren, sondern auch über eine App. 

Rasenroboter, Bewässerungscomputer und Co. 

Das Smart Home ist längst über die vier Wände hinausgewachsen. Viele Systeme wenden sich auch nur an Gartenbesitzer, Blumenzüchter und Hobbygärtner. Dabei muss erwähnt sein, dass solche Systeme auch zu den teuersten gehören – insbesondere im Bereich der Mäh-Roboter.

Mähroboter verschiedener Hersteller (Automower, Bosch, Gardena, Husqvarna…)

GreenIQ Smart Garden Hub (Internet-Wetter- und sensorgesteuerte Bewässerung)

Gardena smart system (u.a. Mäher, Bewässerungssteuerung, Wasserpumpen)


Ein solches System kann beispielsweise so aussehen, dass ein Gemüsebeet mit Schlauch und Bewässerungsdüsen versehen wird. Die Kontrolle, wann und wie viel bewässert wird, übernimmt die smarte Steuerung. Sie vergleicht nicht nur sensorbasierte Ist-Werte wie Luft- und Bodenfeuchtigkeit, sondern zieht auch Wetterinformationen aus dem Netz zurate – um zu vermeiden, zwei Stunden vor einem Wolkenbruch noch zu wässern. So wird die gesamte Bewässerungssteuerung automatisiert. 

Musik und TV

Den bis dato wohl größten Umfang haben solche smarten Anwendungen, die sich mit dem großen Bereich „Multimedia“ auseinandersetzen. Gerade weil es hier so viele Systeme gibt, ist es unmöglich, eine herstellerbasierende Paketliste zu erstellen. Deshalb an dieser Stelle nur eine kleine Auflistung möglicher Anwendungen:

Sensorbasierende Lautsprechersysteme, die eine voreingestellte Playlist oder auch Radio abspielen, wenn eine Person den Raum betritt. Bei einer vollständigen Ausstattung kann man so beim Gang durchs Haus die Musik „mitnehmen“.
Zentrale Server, die als Anlaufstation für sämtliche Unterhaltungsmedien dienen und diese im ganzen Haus auf die Endgeräte streamen können.
Sprachsteuerungen, um einzelne Geräte ohne manuelle Fernbedienung zu kontrollieren.
Sensorgesteuerte Fernsehmontagen, die das Gerät mitschwenken, sobald man seine Sitzposition verändert.

Interessant ist bei diesen Systemen auch, dass immer mehr Hersteller das Fernsehgerät durch Einbindung entsprechender Funkstandards zum Kontrollcenter für andere Smart-Home-Anwendungen, auch solche, die nichts mit Multimedia zu tun haben, erheben. 

5. Smart-Home-Grundregeln für Einsteiger

Die meisten (funkbasierenden) Smart-Home-Lösungen sind sehr auf Einsteigerfreundlichkeit bedacht. Allerdings entstehen genau dadurch auch gewisse Probleme. Sie machen es nötig, bei allem einige Grundregeln zu beachten. 

Funk benötigt Sicherheit

Der größte Vor- und gleichzeitige Nachteil von Funk ist es, dass die Zahl der Abnehmer praktisch unbegrenzt ist – wie etwa beim Radio. Da aber beim Smart Home vieles in beide Richtungen funktioniert, ist es zwingend notwendig, entsprechende Schutzmechanismen zu implizieren. 
Wirklich wirksam sind nur Passwörter. Das bedeutet, dass man sich in jedem Fall die Mühe machen sollte, sein Smart Home durch ein wirklich gutes Passwort zu sichern – und das ganz besonders bei allen Anwendungen, die sich um den Bereich Sicherheit und/oder Überwachung drehen. Das gilt sowohl für das WLAN an und für sich, als auch davon ausgehende Systeme, die auf anderen Funkstandards basieren.

Kombinieren ist nicht immer leicht

Ein großes und vielgescholtenes Problem der Funkstandards ist es, dass nicht jeder mit jedem kommunizieren kann. ZigBee etwa kann es nur teilweise, Z-Wafe dafür sehr gut. Es ist daher, insbesondere wenn man einen umfangreichen Smart-Home-Ausbau plant, unabdingbar, sich in mehrere Punkte einzulesen:
Die Funkstandards und ihre Limitierungen
Die verschiedenen Hersteller(-pakete) und welche Standards sie nutzen
Die Möglichkeiten des darauf-Aufbauens

Wer sich beispielsweise ausschließlich ein Einsteigerpaket für die Beleuchtung kaufen möchte, kann diese Schritte unterlassen. Doch schon, wenn man plant, diese beispielsweise via die Rollladensteuerung mit einem Heiz- und Lüftungspaket zu verknüpfen, ist es notwendig, sich über die Kompatibilität beider Systeme Gedanken zu machen – besonders wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen. 

Vorsicht bei allzu Überflüssigem

Das Smart Home zählt zum noch größeren Kreis des sogenannten Internet of Things (IoT). Dazu gehört es, dass es unzählige Dinge gibt, die sich heute ans Internet anbinden lassen. Im Smart-Home-Bereich ist das meiste davon sinnvoll. Allerdings gibt es im IoT selbst auch Dinge, die das ganz und gar nicht sind. Beispiel: beleuchtete, per App steuerbare WLAN-Christbaumkugeln. Wie bei allen IoT-Anwendungen scheinen auch diese eigentlich sehr sinnig – sie werden via WLAN ein- und ausgeschaltet. 

Aufgrund der Tatsache, dass jedoch jede funkbasierte Internet-Anwendung ein zusätzliches Einfallstor offeriert und auch Strom verbraucht, sollte man vor dem Kauf immer prüfen, wie sinnvoll er überhaupt ist und ob er eine echte Alltagshilfe darstellt oder lediglich ein Nice-to-have-Gadget. 

Und auch dediziert im Smart Home gibt es Anwendungen, die nicht für jeden Sinn machen, sondern nur für eine spezielle Zielgruppe. So existiert mittlerweile die Möglichkeit, das Smart Home um eine Vitaldatenüberwachung zu ergänzen. Die Daten werden durch spezielle Amulette oder Armbänder registriert und weitergemeldet. Für gesunde Menschen schlichtweg überflüssig, auch unter dem Stichwort Risikominimierung. Für Kranke und/oder Pflegebedürftige wiederum ein Segen, der zusätzliche Sicherheit offeriert, weil die Systeme eben auch Alarm schlagen können, wenn Vitaldaten Schwellwerte über- oder unterschreiten. 

Was muss ich kalkulieren? 

Wie der Artikel zeigt, kann das Smart Home viele unterschiedliche Ausprägungen haben. Dies schlägt sich natürlich auch auf den Preis nieder – und der ist insbesondere bei Paketen vergleichsweise moderat. Einige Beispiele:
WLAN-Repeater: etwa 50 Euro
Einzelne WLAN-Leuchtmittel: meist unter 20 Euro
Heizungs-Starterset: etwa 200 Euro
Rauchmelder-Set: meist unter 200 Euro
Sicherheits-Set mit Sensoren aber ohne Kamera:  etwa 300 Euro

Alles in allem muss man sagen, dass die meisten Smart-Home-Anwendungen für das, was sie leisten, relativ geringe Kosten haben. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass sehr vieles, was heute für zwei- oder dreistellige Beträge erworben werden kann, noch Anfang dieses Jahrtausends ein Vielfaches davon kostete und nur durch Profis installiert werden konnte. 
Doch auch hier ist Durchrechnen der beste Ratschlag, den man geben kann. Denn die niedrigen Preise verlocken auch dazu, sich mehr Zubehör zum Smart Home zu kaufen, als eigentlich benötigt. Schlimmstenfalls sind Anwendungen dabei, die man nie benutzt, die aber bei einem weiteren Ausbau immer bedacht und integriert werden müssen. 

Fazit

Smart Home Technik kann das Leben in den eigenen vier Wänden sparsamer, sicherer oder einfach nur komfortabler machen. Der Vorteil: Kleine, günstige Anwendungen gibt es schon für geringe zweistellige Beträge. Wer allerdings mehr möchte, muss sich zwingend mit Funkstandards und den Paketen der Hersteller auseinandersetzen, damit er sich nicht vielleicht in eine Entwicklungs-Sackgasse begibt. 

Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass das Smart Home ganz allmählich den Kinderschuhen entwächst. Vor allem, weil viele Hersteller verstanden haben, dass die bisherige Politik der proprietären Systeme, die nicht mit denen der Konkurrenz zusammenarbeiten, im höchsten Maß kontraproduktiv war, weil sie das größte Hindernis für Akzeptanz und Absatz darstellt.

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